Mal wird einem Lehrer im Unterricht die Hose herunter gezogen, das Ganze gefilmt und in youtube eingestellt, mal sind es "nur" Beschimpfungen auf einer Homepage oder einem Gästebuch.
Die Lästerreien, die schon immer zwischen Schülern über ihre Lehrer stattgefunden haben, finden zunehmend an der Öffentlichkeit statt und erreichen dadurch eine andere Dimension. Denn das Internet vergisst nicht, vermeintlich gelöschte Filme (oder auch mal gefakte Pornobilder) tauchen plötzlich an ganz anderer Stelle wieder auf.
Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Pädagogisch (durch Problematisieren in der Schule), erzieherisch (Eltern, die Kindern ein Handy mit Foto- oder Videofunktionalität schenken, dürfen sich vor einem Gespräch über die Verantwortung im Umgang mit dem Ding nicht einfach drücken) oder auch politisch und juristisch.
In einer Sendung des SWR stellte sich unser Kultusminister Rau übrigens ganz klar hinter uns. Auf die Frage einer Kollegin der GEW vom Reporter festgenagelt, erklärte er klar und deutlich, dass die Fälle in Zukunft nicht mehr von der Lehrkraft alleine, sondern von den Juristen im RP/Ministerium angegangen werden würden (s.a. http://phv-bw.de/Veroeffentlichung/Pressemitteilungen/2007/pm_24-07.html).
Ob auch gegen Seiten wie http://www.spickmich.de/ zumindest inhaltlich vorgegangen wird, bleibt abzuwarten. Nichts gegen Evaluation, aber ich sehe nicht ein, mich öffentlich in Kategorien wie sexy oder cool beurteilen zu lassen.