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Allgemeines zur Softwareverteilung in der Musterlösung

Inhalt

  1. Standardinstallation nach Basiskursskript
  2. Installtion mit dem MSI-Wrapper
  3. Installation über Startup-Skript
  4. Installation mit Installrite
  5. Softwareverteilung per RIPREP
  6. Anhang

Wichtige Links


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1. Standardinstallation nach Basiskursskript

Das Standard-Installationsverfahren sieht die Verteilung von Software mittels MSI-Paketen vor.
Leider liegen nur bei sehr wenigen Installationen diese Pakete bereits für unsere Zwecke einsetzbar bei, selbst Microsoft hält sich nicht bei allen Programmen an die eigenen Vorgaben.

Sie finden hier Anleitungen zum Vorgehen:
a) Skript zum Basiskurs, Version 1.1, Kapitel 9 siehe http://www.lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/win2000/material/basis/index.html
b) Installation und Verwendung von Wininstall LE 2003: http://home.arcor.de/mresch/ml/WininstallLE2003.pdf

2. Installation mit dem MSI-Wrapper

[Die im folgenden beschriebenen Methoden entstammen im wesenlichen einem Skript von Adrian Koch]

2.1 Allgemeines

Manche Programme greifen sehr tief in das Betriebssystem ein und somit ist die Paketerstellung mit WinInstall LE nicht möglich. beispele hierfür sind u.a. der Internet Explorer 6 oder die aktuelle DirectX-Version, die Patches und Bugfixes des Betriebsystems, aber auch manche zugekaufte Software.

Glücklicherweise können einige dieser Programme per Befehlszeilenparameter unbeaufsichtigt installiert werden und somit entfallen zumindest die lästigen Abfragen während der Installation (unattended installation, siehe auch die Links unter 6.2).

Wenn man die Befehlszeile des Setupprogramms samt Parametern von einem MSI-Paket aufrufen könnte, würde sogar die vollautomatische Softwareverteilung funktionieren. Das MSI-"Paket" tut dann tatsächlich nichts anderes, als die SETUP-Routine aufrufen. Eine Deinstallation des Programmes ist dann natürlich nicht mehr so ohne weiteres möglich! Leider kann man mit der Light-Version von WinInstall keine Programme aufrufen und somit ist diese Lösung zunächst nicht durchführbar.

Mit einem sogenannten MSI-Wrapper (=Umschlag) ist dies dennoch möglich. Im Internet kann man sich bereits fertige MSI-Wrapper für das entsprechende Programm (z.B. für den Internet Explorer) herunterladen oder man erstellt mit dem kostenlosen Tool WIWW einen eigenen MSI-Wrapper.

Sie finden anschließend zu jedem dieser Verfahren ein Beispel.

2.2 Internet Explorer

Das Herunterladen der Dateien könne Sie an einem beliebigen Rechner durchführen.

Teil 1: Internet Explorer herunterladen

1. Laden Sie das Download-Programm für den Internet Explorer 6 von der Seite http://www.microsoft.com/windows/ie_intl/de/ herunter und speichern Sie die Datei ie6setup.exe im Hauptverzeichnis auf dem Laufwerk c:.

2. Klicken Sie auf Start | Ausführen und geben Sie die folgende Zeile ein:
C:\ie6setup.exe /c:"ie6wzd.exe /d /s:""#E""" ein.
Hinweis:
Doppeltes Anführungszeichen vor #E und dreifaches Anführungszeichen nach #E.

3. Anschließend wird der Assistent für das Herunterladen der Dateien gestartet . Bei Übertragungsoptionen machen Sie die folgenden Angaben:
- ein beliebiges Verzeichnis, in das die Daten geladen werden sollen (z.B. c:/ie6de)
- nur Windows 2000 und Windows XP.

4. Nach der Bestätigung mit Weiter, werden die Installationsdateien aus dem Internet heruntergeladen und im Ordner c:\ie6de abgelegt.

5. Nachdem die Datei heruntergeladen wurden, wird die eine Erfolgsmeldung angezeigt. Bitte ignorieren Sie den Hinweis mit dem Ausführen der Datei ie6setup.exe!

Teil 2: MSI-Wrapper einbauen

1. Laden Sie die Datei IeXsetup.zip von folgenden Seite herunter: http://www.installsite.org/pages/en/msi/admins.htm
2. Kopieren Sie aus dem Zip-Archiv die Datei Ie6setup.msi in den Ordner c:\ie6de. Anschließend ist das Installationspaket.

Hinweis:
Der MSI-Wrapper ruft später die unbeaufsichtigte Installation mit der Befehlszeile
ie6setup.exe /Q:A /C:"ie6wzd /S:""#E"" /Q:C /R:N" auf.
Die entsprechenden Befehlszeilenoptionen finden Sie im Microsoft KBase Artikel - 200007.

Kopieren Sie nun also das komplette Verzeichnis nach \\[ihrServer)\pgmpacks.
Kontrollieren Sie, ob die Berechtigungen des Verzeichnis den Clients ein Leserecht einräumen (vgl. Abschnitt 6.1, 2.) )

Weisen Sie zuletzt wie gewöhnlich das MSI-Paket zu. Die Clients installieren den IE6 beim nächsten Hochfahren, sie führen noch vor dem Anmelden einen Neustart durch und führen nach dem nächsten Anmelden,auch unter Benutzerrechten, die Installation zuende.

2.3 Direct X - Erstellung eines eigenen MSI-Wrappers

Die folgende Anleitung erläutert im 2. Teil das prinzipielle Vorgehen. Zum angesprochenen Verwenden eines HEX-Editors benötigen Sie fortgeschrittene Kenntnisse, auf die hier nicht eingegangen wird.

Teil 1: DirectX herunterladen

1. Rufen Sie den Microsoft Download Center http://www.microsoft.com/downloads/search.aspx?displaylang=de auf.
2. Suchen Sie im Download Center nach allen DirectX 9.0b Dateien. Aktivieren Sie bei der Suche die Option "Auch Downloads ür englischsprachige Versionen anzeigen".

3. Im Suchergebnis sollte die DirectX-Version DirectX 9.0b Redistributable for Software Developers angezeigt werden. Laden Sie diese Version herunter (ca. 35 MB).
4. Doppelklicken Sie auf die Datei dx90update_redist.exe.
5. Während des Setups wird der WinZip Extractor angezeigt. Entpacken Sie die Dateien mit Unzip im Hauptverzeichnis auf dem Laufwerk c:.

Hinweis:
Bei Entpacken wird auf dem Laufwerk c: der Ordner DirectX9 und License erstellt. Von diesen beiden Ordnern wird nur der DirectX9 Ordner benötigt und Sie können so den Ordner License löschen.

6. Da Microsoft für die normalen Kunden die unbeaufsichtigte Installation in der Datei dxsetup.exe deaktiviert hat, muss man in dieser Datei mit einem Hex-Editor an der Offsetstelle 0x33e2 den Wert 74 in EB ändern. Nach dieser Änderung stehen die folgenden Befehlszeilenoptionen zur Verfügung:
dxsetup.exe /windowsupdate für unbeaufsichtigte Installation mit Anzeige
dxsetup.exe /opk für unbeaufsichtigte Installation ohne Anzeige

Teil 2: MSI-Wrapper erstellen

1. Laden Sie den Windows Installer Wrapper Wizard (WIWW) von der folgenden Adresse herunter: http://www.appdeploy.com/downloads/detail.asp?id=340
2. Entpacken Sie die Datei WIWW.exe.
Hinweis:
Der WIWW benötigt die Datei COMCTL32.OCX. Diese können Sie z.B. von der Adresse http://www-pc.uni-regensburg.de/systemsw/TOOLS/COMCTL32.OCX herunterladen. Kopieren Sie diese Datei in das gleiche Verzeichnis wie die Datei WIWW.exe.
3. Starten Sie den WIWW durch Doppelklick auf die Datei WIWW.exe.

4. Klicken Sie auf Browse und wechseln Sie in den Ordner C:\DirectX9 und geben Sie als Dateinamen für die MSI-Datei setup.msi an. Mit Speichern wird dieser Dateiname übernommen. Klicken Sie auf Next.

5. Im Fenster Install Commands klicken Sie auf Add und geben Sie das Setup-Programm von Directx (dxsetup.exe) und der Paramter /opk für die unbeaufsichtigte Installation an. Klicken Sie anschließend auf OK und Next.

6. Im nächsten Fenster können Sie die Deinstallations-Befehle eingeben. Da sich DirectX nicht deinstallieren lässt, so machen Sie hier keine Angabe und klicken Sie einfach auf Next.

7. Das Fenster Search for Files lassen Sie bitte unverändert und klicken Sie auf Next. Hier könnten Sie datei- bzw. betriebssystemabhängig überprüfen, ob eine Installation erfolgen soll.

8. Abschließend geben Sie noch die Produkt-Details an. Bei DirectX habe ich zusätzlich noch die Option Prevent ... angeklickt, damit das Programm unter Systemsteuerung | Software nicht angezeigt wird (es kann ja sowieso nicht deinstalliert werde). Klicken Sie auf Finish.

9. Anschließend ist das Installationspaket fertig und der Ordner C:\DirectX9 muss nur noch auf den Musterlösungsserver kopiert und per GPO den Arbeitsstationen zugeordnet werden.

3. Installation über Startup-Skript

Eine weitere Möglichkeit der Softwareverteilung ist die der "silent installation" per Startupskipt. Das bedeutet folgendes: über Gruppenrichtlinie kann jedem Computer ein Skript (eine ausführbare Datei, z.B. .bat, .cmd oder .vbs) zugewiesen werden, die beim Hochfahren unter Systemrechten ausgeführt wird. Diese kann als Befehle auch Installationsprogramme enthalten.

Dabei sind drei Punkte zu beachten:

  1. Der Anwender sollte hier keinerlei Angaben machen müssen, ggf. nicht einmal auf dem Bildschirm die Installation verfolgen können. man spricht deshalb von einer unattended bzw. silent installation.
  2. Es ist darauf zu achten, dass die Software nicht bei jedem Hochfahren erneut installiert wird. Das Verfahren hierzu wird anhand von zwei Beispielen erläutert.
  3. Man sollte sich bereits im Voraus Gedanken über eine allfällige Deinstallation machen, das könnte knifflig werden.

Zu 1: viele Programme bieten Installationen mit Parameter. Hier lohnt ein Blick ins Handbuch, den Aufruf der Installationsroutine mit der freundlichen Bitte um Hilfe (z.B. setup /?) ferner auf die beiden Links Appdeploy.com und http://unattended.sourceforge.net/installers.html )

Zu 2: Durch eine einfache Abfrage im Installationsskript kann entweder anhand einer installierten Datei oder eines bei der Installation generierten Log-Eintrags festgestellt werden, ob die Anwendung bereits installiert wurde und der Schritt dann übersprungen werden.

Zu 3: Ggf. gibt es Deinstallationsroutinen, die analog zentral aufrufbar sind.

Das Beispiel der Hotfixes erlätert das prinzipielle Vorgehen. Besser arbeitet Sie mit dem SUS-Server.

Installation eines Hotfixes zur Vermeidung von Internet-Würmern

Aktuelle Informationen über kritische Patches mit Downloadaresse, besser aber alle Post-SP4-Hotfixes auf dem RUS-CERT.

So, und nun wie man sein System mit diesem Hotfix dichtmacht: (eine ausführliche Anleitung mit Screenshots finden Sie hier als pfd-Datei).

1. Die aktuellen (!) "Pätsches" herunterladen und auf dem Server unter d:\data\pgmpacks abspeichern.
(Natürlich kann man auch ein beliebiges anderes freigegebenes Verzeichnis benutzen. Zumindest benötigen Domänencomputer oder "jeder" Leseberechtigung).

2. Das Programm jeweils ausführen - nach einem Neustart ist der Server geschützt.

3. Auf dem Server irgendwo ein Verzeichnis anlegen und unter dem Namen logs$ freigeben. Dabei sollte man folgende Zugriffsrecht-Rechte vergeben: Administratoren, System = Vollzugriff, Domänencomputer (oder "jeder", wenn man auch mit loginskripten arbeiten will) = ändern.
Hier wird eingetragen, welcher PC schon geschützt wurde. In diesen Ordner ein Unterverzeichnis mit dem Namen des Patches, hier also kb823980 anlegen. Dieser erbt die o. a. Rechte.

3. ADS-Serverkonsole starten, OU-Workstations,
Gruppenrichtlinie bearbeiten,
Computerkonfiguration, Windowseinstellungen, Skripts

startup (wichtig, nicht login wg. der Rechte!) doppelklicken, rechte Maustaste, neu, Textdatei mit folgendem Inhalt:

if exist \\wsgsrv\logs$\kb823980\%computername% goto done1

echo ok > \\wsgsrv\logs$\kb823980\%computername%

\\wsgsrv\pgmpacks\windows2000-kb823980-x86-deu.exe /u

:done1

oder, um viele Patches einzuspielen,

if exist \\wsgsrv\logs$\1203\%computername% goto done1

echo ok > \\wsgsrv\logs$\1203\%computername%

\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB823980-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB828749-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB826232-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB824141-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB823559-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB825119-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB828035-x86-DEU.exe/q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB823182-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB824105-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\Windows2000-KB824146-x86-DEU.exe /q /n /z
\\wsgsrv\pgmpacks\q824145.exe /q /r:s

:done1

Eine mehrfache Installation schadet nicht, die Reihenfolge spielt keine Rolle.
Natürlich müssen Sie den SERVERNAME von wsgserver anpassen. Sie können auch noch /q anhängen, wenn der Anwender die Installation nicht verfolgen soll und /z, falls zunächst kein Neustart erfolgen soll. Diese Parameter sind bei allen Hotfixes so.

Umbenennen in patches.bat, auswählen, freuen.

Die Clients bekommen jetzt einmalig beim Hochfahren diesen patch installiert, und Sie können im log-Verzeichnis nachsehen, wo das schon passiert ist.

Für andere Hotfixes geht das analog, Sie können natürlich mehrere in eine Batch packen (dann ist /z empfehlenswert). Nachdem alle PCs versorgt sind, können Sie die entsprechenden Zeilen mit REM auskommentieren..(löschen würde ich nicht, vielleicht müssen Sie ja einen PC neu aufsetzen)..

Auch Software lässt sich auf dieselbe Art installieren. Anstelle der Log-Datei können Sie auch eine lökale, durch die Softwareinstallation angelegte Datei verwenden. nachmals am beispiel Paintshop Pro:

Sie erstellen wiederumeine Batchdatei, die das Paket automatisch beim Hochfahren installiert.
Dazu suchen Sie zunächst einmal eine Datei, die beim Installieren des neuen Programm angelegt wurde und vorher nicht auf dem Rechner war. Damit werden Sie vermeiden, dass das Programm bei jedem Hochfahren installiert wird.Im folgenden Beispiel heißt diese Datei
c:\programme\paint shop pro 5\psp.exe.

Gehen Sie nun an den Server und starten Sie MMC-Konsole, suchen Sie die OU (Workstations bzw. einen "Unterraum") aus, deren Rechner die Software installiert bekommen sollen. Öffnen Sie die Gruppenlinie zum Bearbeiten (legen Sie zuvor ggf. eine neue an).
Wählen Sie den Punkt
Computerkonfiguration-Windows-Einstellungen-Skripts.
Hier müssen Sie nun ein neues Startskript anlegen.
Doppelklicken Sie dazu auf Starten und wählen Sie ganz unten "Dateien anzeigen". Es wird ein (wahrscheinlich leeres) Ordnerfenster mit dem Namen Startup geöffnet.
Erzeugen Sie über die rechte Maustaste/neu eine neue Textdatei. Beachten Sie, dass die Endung mitangezeigt wird (Neu Textdatei.txt), passen Sie sonst die Ansicht der Ordneroptionen an (Haken weg bei bekannte Dateiendungen ausblenden). Nennen Sie die Datei z.B. install.bat , bearbeiten Sie sie wie hier angegeben:

REM install.bat (Installiert Programme beim Hochfahren)
If exist c:\programme\Paint Shop Pro 5\psp.exe goto nopsp
\\{myserver}\pgmpacks\psp5\pspinstall.exe
:nopsp
if exist …

Die Zeilen 2 und 3 müssen Sie natürlich entsprechend anpassen. Sie können wie angedeutet später weitere zu verteilende Pakete hinzufügen.

Beim nächsten Hochfahren bemerken Sie die Installation nur, weil während dessen die Zeile "Startupskrips werden ausgeführt" angezeigt wird.

Beim Übernächsten Neustart wird eine erneute Installation durch die Abfrage in Zeile 2 übersprungen.

4. Installation mit Installrite

Die beiden unter 2. und 3. vorgeschlagenen Methoden lassen sich auch sehr gut in Kombination mit einem andere Repack-Programm einsetzen, das ebenfalls kostenlos verfügbar ist. Installrite hat den Vorteil, dass es auch Pakete schnüren kann, die bei WinInstall LE nicht funktionieren. Der Nachteil ist, dass eben kein unmittelbar verteilbares MSI-Paket entsteht.

Das Programm InstallRite, Version 2.5c, finden Sie als Freeware unter http://www.epsilonsquared.com/installrite.htm zum Herunterladen.

Es ermöglicht - zunächst ähnlich wie Wininstall LE - über einen Snapshot vor bzw. nach der Installation die Aufzeichnung eines kompletten Installationsprozesses und damit die Verteilung einer (gelungenen) Installation an weitere Rechner.
1. Vorbereitungen
Wie immer sollte der Client, auf dem das Paket "geschnürt" wird, in einem frisch aufgesetzten Zustand sein, so dass garantiert auch alle installierten DLLs etc. erfasst werden. Das heißt, außer dem reinen Betriebsystem und den notwendigen Patches sollten keine Programme installiert worden sein. Am besten per RIS neu aufsetzen oder von einem Image wieder herstellen.
Installieren Sie nun das Programm Installrite. Sie können die Standardinstallation übernehmen; ob Sie sich in die Mailingliste eintragen wollen bleibt Ihnen überlassen...
2. Erzeugen eines Pakets
Starten Sie das Programm InstallRite und benutzen Sie den Wizard. Sie können hierbei bereits Verzeichnisse/Laufwerke zum Scannen festlegen oder ausschließen. Erstellen Sie einen System-Snapshot und installieren Sie dann die Software.
Bevor Sie nun den After-Snapshot durchführen, können Sie noch einige Einstellungen vornehmen. So können Sie mit diesem Programm erweiterte Zugriffsrechte auf Verzeichnisse und Dateien gleich mitverteilen (Getestet mit PSP5)!
Leider funktioniert das aber nicht für Rechte auf Registry-Schlüssel. Sie können lokale Starticons erzeugen usw.
Testen Sie wie gewohnt das Programm indem Sie es, möglichst mit verschiedenen Benutzerrechten, ausführen und beenden. Versuchen Sie auch, die Anwendung über eine zugeordnete Datendatei zu starten. Tragen Sie Registrierinformationen bei Shareware ein usw.

Anschließend lassen Sie dann den 2. Teil des Snapshots laufen.
Sie können sich jetzt das Paket und die erstellten Dateien und Registryschlüssel ansehen. Es ist zu empfehlen, alle Einträge unter "Dokumente und Einstellungen\ Administrator" zu löschen.


Verknüpfungen auf dem Desktop und im Startmenü gehören entweder unter "All Users" oder werden später über das Profil angelegt.

Erzeugen Sie zuletzt ein Installationspaket, ein InstallKit. Ich würde auf jeden Fall "Quiet Installation mode" und wenn möglich "never reboot" bevorzugen. (Installrite neigt etwas zum unmotivierten Reboot).

Verschieben Sie das Installationspaket, das aus einer einzigen Datei besteht, auf den Server in ein Verzeichnis (z.B. unter der Freigabe pgmpacks). In diesem Zusammenhang sollten Sie ihm auch einen "sprechenden" Namen geben, z.B. "psp5install.exe".

Sie können diese Installationsdatei jetzt unmittelbar mit einer der oben vorgeschlagenen Methode in die Softwareverteilung einbinden.

5. Softwareverteilung per RIPREP

(RemoteInstallPreperation)

Eine Einführung zur Vorgehensweise finden Sie im Basiskursskript, Kapitel 8.3f, herunterladbar unter
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/win2000/material/basis/index.html


Ein RIPrep-Abbild ermöglicht es, das Abbild einer fertig eingerichteten Muster-Workstation auf andere Workstations zu übertragen. Das Abbild enthält Betriebssystem, Desktopanpassungen und installierte Anwendungen (wie beim Klonen). Lediglich hardwarespezifische Dinge (z.B. Bildschirmauflösung) werden nicht übertragen, auch wird beim Installieren eine neue SID erzeugt, da tatsächlich eine Installation stattfindet.

Diese Art der Installation ist die leichter zu realisierende Variante – aber ist auch deutlich weniger flexibel als eine Kombination aus RIS und MSI.

Vorteile von RIPrep-Abbildern

  • Leicht verständlich, entspricht doch vieles der Praxis der Imageinstallation, wie es viele von NT mit Drive Image oder ähnlichen Kloningtools her kennen.

  • Benötigt weniger Zeit für eine Erstinstallation der Workstations, da die zu installierenden Programme nur einmal lokal installiert werden müssen, was deutlich weniger Zeit beansprucht als die Erstellung eines MSI Paketes

  • wird deshalb insbesondere von Händlern gerne genutz, da man so schnell und ohne großen Aufwand einen zunächst funktionierenden Computerraum erhält.

Hört sich eigentlich prima an. Aber leider gibt es einiges, was gegen RIPrep-Abbilder spricht:

  • Bei der Installation eines SPs vo Windows funktioniert die Geschichte erst wieder, wenn Sie auch das Grundabbild
  • RIPrep Abbilder sind nicht hardwareunabhängig. Der zu installierende Computer (Zielsystem) muss die gleiche HAL (Hardware Abstraction Layer) besitzen, wie die Musterworkstation (Quellsystem). Was ein HAL ist muss man nicht wissen. Wichtig ist allenfalls, dass es bei unterschiedlichen Hardwarekonfigurationen durchaus sein kann, dass Sie die Fehlermeldung erhalten, der Computer hätte ein anderes HAL und dann ist Ihr RIPrep-Abbild für diesen Rechner nicht zu gebrauchen.
    Doch auch wenn alle Rechner die selbe HAL haben, können bei unterschiedlicher Hardware schwerwiegende Probleme auftauchen. Ich hatte das Problem, dass bei einem Rechner das Motherboard defekt war und durch das Nachfolgemodell der selben Firma ersetzt wurde. Der Versuch, das gespeicherte RIPrep Abbild auf den neuen Rechner zu übertragen scheiterte. (Dies wiederspricht den Angaben auch von Microsoft, die darstellen, RIPrep Abbilder seien hardwareunabhängig)
  • Die Festplatte des Zielcomputers muss mindestens gleich groß sein wie die Systempartition der Musterworkstation.
    Das könnte man umgehen, indem man die Partition des Clients vor dem Erzeugen des Abbilds mit einem Tool wie PartitionMagic so weit wie möglich, z.B. auf unter 10GB verkleinert.
  • Wenn Sie einen Computerpool mit identischer Hardware haben, die in den nächsten Jahren nicht kaputt geht und Sie nur wenig oder keine Veränderungen an der Softwareinstallation der Workstations vornehmen, können Sie gut mit RIPrep Abbildern arbeiten. Ansonsten sollten Sie sich weitere Empfehlungen ansehen.



6. Anhang

6.1 Die häuftigsten Fehler bei der MSI-Verteilung

MSI-Verteilung klappt nicht? Obwohl die Softwareinstallation beim Hochfahren angezeigt wird, ist danach nichts installiert?

Daran könnte es liegen (Funktionierendes MSI-Paket ist vorhanden):

1.) Beliebtester Fehler: bei der Zuweisung über Gruppenrichtlinie wurde die Datei nicht über die Netzwerkumgebung, also den UNC-Pfad eingestellt, sondern über d:\data\... Das kann so nicht klappen!

2.) Fiesester Fehler: Falsche Sicherheitseinstellung verhindern die Installation. Mal im Verzeichnis mit dem MSI-Paket (ggf. auch darunter) nachsehen, ob "jeder" oder "Authentifizierter Benutzer" oder "Domänencomputer" Leserecht haben (lesen+ausführen). Kam ab und an bei SP4-Verteilung vor, wenn man das Verzeichnis nicht per Hand anlegt.

3.) Kann-nix-dafür-Fehler: Ab und an spinnt das DNS, insbesondere nach dem RIS-Aufsetzen neuer PCs in einem bestehenden Netz. Mit dem DNS-Clean-Tool (A. Koch) mal aufräumen.

4.) Exotischster Fehler: Hatte ich auch mal: Systemzeit von Client und Server nicht synchron. Das muss aber auf die Minute stimmen.

5.) XP-"Fehler": Bei xp-Clients geht zwar das Hochfahren bei entsprechenden Einstellungen FIX, dafür lässt der Client halt einiges aus. Deshalb erfolgt eine Installation erst beim 2. (3.?) Hochfahren.

6.) Installer-Versionsfehler: Bei Verwendung von neueren MSI-Paketen (z.B. von WinInstall LE 2003) muss auf den Clients mindestens das SP3 installiert sein.

Bei Problemem lohnt immer ein Blick unter Systemsteuerung-Verwaltung-Ereignisanzeige beim Client. Mit dieser qualifizierten Fehlermeldung kann man dann nachfragen...

6.2 Die wichtigsten Links

Hier können Sie weitere Informationen zur Softwareinstallation finden:

Software im Netz (ale LEU-Seiten): http://www.leu.bw.schule.de/allg/son/

Unattended Installation: http://www.appdeploy.com/packages/index.asp und http://unattended.sourceforge.net/installers.html.

[MRe, AM]